Brustzentrum Rhein-Kreis Neuss
Standort Grevenbroich

Die Abteilung ist operativ-onkologischer Standort im seit 2007 zertifizierten und 2015 erfolgreich re-zertifizierten kooperativen Brustzentrum Rhein-Kreis Neuss zusammen mit dem Johanna-Etienne-Krankenhaus Neuss und der Strahlenklinik des Lukaskrankenhauses Neuss.
Pro Jahr werden mehr als 100 Patientinnen (auch Patienten) mit Brustkrebs in unserer Abteilung betreut. Neben Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen behandeln wir Patientinnen aus Dormagen und dem Rhein-Erft-Kreis.

Unseren Patientinnen eine moderne Therapie auf internationalem Standard anzubieten, ist selbstverständlich. Zusätzlich legen wir sehr großen Wert auf individuelle, umfassende Beratung und Betreuung sowie hohe Patientinnenzufriedenheit, was uns in den letzten Jahren in einem anerkannt hohen Maße gelungen ist.

Terminvereinbarung über das Sekretariat Tel. 02181 600 5601

 

Leitbild

Das Brustzentrum Rhein-Kreis Neuss entstand aus der Idee, der gesamten Bevölkerung in unserer teils städtischen, teils ländlich geprägten Region die optimale Brustkrebsbehandlung mit kurzen Wegen zu ermöglichen.

Auf Basis des in der Region bereits bestehenden „Netzwerk gegen Brustkrebs im Kreis Neuss e.V.“ wurde im Jahre 2005 eine enge Kooperationen zwischen:

  • dem Johanna-Etienne Krankenhaus in Neuss
  • dem Rheinland Klinikum Grevenbroich Elisabethkrankenhaus
  • der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Lukaskrankenhaus in Neuss

geschlossen und das Brustzentrum Rhein-Kreis Neuss gegründet.

Diagnostik

Früh genug erkannt ist Brustkrebs heilbar. Daher achten wir auf eine optimale Diagnostik und individuell angepasste Therapie.
Hat Ihr behandelnder Arzt Sie mit Verdacht auf Brustkrebs zu unserem Brustzentrum überwiesen, werden bei der ersten Vorstellung im Brustzentrum dann neben einer Untersuchung eine hochauflösenden Ultraschalluntersuchung und, sofern noch nicht erfolgt, eine Mammographie durchgeführt. Aus allen auffälligen Befunden kann dann unter Ultraschallsicht eine Gewebeprobe (Stanzbiopsie) in lokaler Betäubung entnommen werden, deren Ergebnis schon am nächsten Werktag vorliegt.

  • Tastuntersuchung
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie, DEGUM II, Elastographie, 3D)
  • Mammographie
  • MRT (Kernspinuntersuchung)
  • Biopsie (sonographische Stanzbiopsie, Mammographische Vakuumbiopsie, MRT gesteuerte Punktion)
  • Genexpresssionstest
  • Genetische Beratung
  • Präoperative Markierung, Präparatradiographie
  • Zweitmeinung

     

Therapie

Brustkrebs ist kein Notfall. Ist die Diagnose gestellt, bleibt genug Zeit, gemeinsam mit unseren Patientinnen die beste Behandlungsmethode zu entwickeln.


Operation

Zur Behandlung von Brustkrebs stehen diverse brusterhaltende und radikale Operationsverfahren inkl. der Wächterlymphknotenentfernung  zur Verfügung.
Auch plastische Rekonstruktionsoperationen werden regelmäßig angewandt.

Angebotene Operationsverfahren:

  • Brusterhaltende Techniken
  • Onkoplastische tumorangepasste Reduktionsplastiken (Brustverkleinerungen)
  • (Hautsparende) Mastektomie (mit direktem Brustaufbau durch Implantate)
  • Lappendeckungen (Thorakoepigastrischer Lappen)
  • Wächterlymphknotenoperation
  • Radikale Achselhöhlenoperation (Axilladissektion)
  • Operationen gutartiger Befunde


Wiederherstellende Operationen in Zusammenarbeit mit dem plastischen Chirurg:

  • (primäre/ sekundäre) Prothesenrekonstruktion
  • Brustrekonstruktion mit körpereigenem Gewebe (DIEP-Lappen, TRAM-Lappen, Latissimus-dorsi-Lappen)
  • Brustwarzenrekonstruktionen (Mamillentransplantationen)
  • Tätowierung der Brustwarze

Lipofilling (Eigenfetttransplantation, gut geeignet zum Ausgleich von Formdefekten nach eine Brustoperation)


Intraoperative Bestrahlung (IORT)

Seit 2011 setzen wir als eines der ersten Brustzentren in NRW die Intraoperative Bestrahlung (IORT) in Kooperation mit dem MVZ für Strahlentherapie am Lukaskrankenhaus Neuss ein.

Dabei wird bei geeigneten Patientinnen ein Teil der Bestrahlung (Dosisaufsättigung, sog. Boost) im Rahmen einer brusterhaltenden Therapie schon vom Operateur punktgenau nach Entfernung des Tumors verabreicht. Dadurch wird die postoperative Bestrahlung abgekürzt.


Medikamentöse Tumortherapie

Nach der Tumorkonferenz, in der alle Fälle von Brustkrebs fachübergreifend von Experten besprochen werden, wird eine individuelle Therapiestrategie mit jeder Patientin besprochen. Hier stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Antihormonelle Therapie
  • Chemotherapie: vor (neoadjuvant) oder nach (adjuvant) der Operation
  • Antikörpertherapie

Alle modernen Chemotherapien, Antikörpertherapien oder weitere medikamentöse Tumortherapien werden leitlinienkonform in der eigenen onkologischen Ambulanz durchgeführt. Hier erfolgt auch die Teilnahme an Studien.


Multimodale Schmerztherapie

Die Schmerztherapie ist eine interdisziplinäre Aufgabe, zu der das Fach Anästhesie einen ganz wesentlichen Beitrag leisten kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Narkoseabteilung tragen die ausschließliche Verantwortung für die schmerztherapeutische Erstversorgung aller postoperativen Patienten im Aufwachraum, aber auch darüber hinaus, wenn spezielle Methoden des Fachgebietes wie z.B. rückenmarksnahe Katheter längerfristig zum Einsatz kommen.

Die Schmerzbehandlung erfolgt nach einem detaillierten Stufenkonzept. Nach sehr vielen Eingriffen ist heute schon ab dem Aufwachraum die Schmerzbehandlung mit Tabletten möglich. Sollte dies nicht möglich oder nicht ausreichend sein, kann die Behandlung durch eine intravenöse Medikamentengabe jederzeit optimiert werden. Dafür stehen auch programmierbare und nicht programmierbare Medikamentenpumpen zur Verfügung, mit deren Hilfe der Patient seine Schmerztherapie innerhalb sicherer Grenzen selbständig gestalten kann. 

Patienten mit Schmerzen werden auch von unseren speziell ausgebildeten Pflegekräften des Schmerzdienstes betreut. mehr


Weitere Behandlungsmethoden: 

  • Radiologische Interventionen (z.B. Kryotherapie)
  • Ferilitätserhaltende Maßnahmen
  • Geriatrisches Assessment
  • Behandlung männlicher Brusterkrankungen
Kooperationspartner

Zur optimalen und umfassenden Behandlung unserer Patientinnen stehen uns viele Partner zur Seite.
Dazu gehören:

Zweitmeinung

Als Standort im Brustzentrum bieten wir allen Patientinnen mit bereits diagnostiziertem Brustkrebs die Möglichkeit einer Zweitmeinung bzw. Beratung an. Bitte bringen Sie dazu alle vorhandenen Unterlagen mit! Wir werden auf dieser Grundlage eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen, ggf. nach Beratung in unserer wöchentlichen Tumorkonferenz, aussprechen.

Termine zur Zweitmeinungssprechstunde:
Täglich nach Vereinbarung

Kontakt:
Sekretariat Chefarzt Dr. Noé
Tel.: 02181/ 600-5601
Fax: 02181/ 600-5603
e-mail: frauenheilkunde.gv[ät]kkh-ne.de

Kinderwunsch bei Krebs: Fertiprotekt®

Bösartige Tumorerkrankungen betreffen immer wieder auch Patientinnen und Patienten, die vor oder in der Phase ihrer Familienplanung sind. Notwendige Chemo- und Strahlentherapie können jedoch zu einer Einschränkung bis hin zum Verlust der Fruchtbarkeit führen.

Durch die immer besseren Therapiemöglichkeiten dieser Tumorerkrankungen stehen jedoch zunehmend Fragen nach Erhalt oder Wiederherstellung der Fruchtbarkeit für die Betroffenen im Vordergrund.

Seit 2014 ist die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Mitglied im Netzwerk Fertiprotekt®. Darin sind zahlreiche Kliniken, Hochschulen und reproduktionsmedizinische Praxen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen, die unterschiedliche Techniken anbieten, die Fruchtbarkeit zu erhalten oder wiederherzustellen. Die Möglichkeiten reichen von medikamentösen hormonellen Maßnahmen bis hin zum Einfrieren von Eierstockgewebe.

Wir bieten diese Verfahren vor Ort oder mit Kooperationspartnern an:
http://www.green-ivf.de
http://frauenklinik.uk-koeln.de/reproduktionsmedizin-kryokonservierung

Sollten Sie diesbezüglich Informationsbedarf (Möglichkeiten, Organisation, Kosten) haben, können Sie sich über das Sekretariat der Klinik jederzeit kurzfristig einen Gesprächstermin geben lassen. Tel.: 02181/600-5601

Weitere Informationen finden Sie hier: www.fertiprotekt.de

Nachsorge

Die Krebsnachsorge ist sehr wichtig. Falls die Krankheit wieder auftritt, soll dies früh erkannt werden. Diese Überwachung erfolgt immer bei Ihrem Frauenarzt. Er bespricht mit Ihnen die nötigen Maßnahmen (z.B. Mammographie) und die Zeitabstände.


Sozialberatung

Alle Patientinnen mit Brustkrebs haben Anspruch auf Reha-Maßnahmen zur Wiedererlangung eines körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Dies beinhaltet medizinische, psychosoziale und berufliche Rehabilitation. Mit der Reha können Patientinnen sofort nach Operation bzw. nach Abschluss der Chemotherapie oder Strahelenbehandlung beginnen.

Der Sozialdienst organisiert für Patientinnen schnell und zuverlässig die anstehenden Reha-Maßnahmen (AHB). Dazu gehört die Auswahl der passenden Einrichtung, die Terminabstimmung und die Klärung der Kostenübernahme. Ebenfalls berät unser Sozialdienst Sie über weitere sozialrechtliche Ansprüche (z.B. Schwerbehindertenausweis).


Psychologische Betreuung

Die psychologische Belastung im Verlauf einer Brustkrebserkrankung ist hoch. Deshalb ist es uns sehr wichtig, einen Kontakt zum Psychologen herzustellen.
NeuroCentrum Grevenbroich (Psychoonkologie)


Selbsthilfe

Eine wichtige Anlaufstelle für Brustkrebspatientinnen ist die Einrichtung Initiative für Brustkrebspatientinnen, die wir Ihnen empfehlen möchten. Die betroffenen der Gruppe zeigen uns, dass auch nach einer Krebserkrankung ein sinnvolles und erfülltes Leben möglich ist.
Initiative für Brustkrebspatientinnen (Selbsthilfe)


Leiterin des Brustzentrums

Dr. med. Faten Dahdouh

Tel.: 02181 600 5601
Fax: 02181 600 5603



Chefarzt

Priv. Doz. Dr. med. Günter K. Noé

Tel.: 02181 600 5601
Fax: 02181 600 5603

© Rheinland Klinikum GmbH | Geschäftsführer: Martin Blasig