Krankenhaus-Mitarbeiter: Im Job „Schmucklos schön“

Armbanduhr? Eher nicht. Nagellack? Nicht wirklich eine gute Idee. Und selbst auf den Ehering am Finger müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Krankenhauses bei Tätigkeiten verzichten, die eine Händedesinfektion erforderlich machen. Das ist die Botschaft einer Plakat-Ausstellung im Rheinland Klinikum, die sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtet und zugleich Startschuss zu einer umfangreichen Hygiene-Kampagne mit weiteren Aktionen im Jahr 2023 ist. Das Besondere: Die Fotomodelle für die zwölf Plakate kommen aus allen Standorten des Klinikverbundes.

Die Slogans wie „Ich zähle meine Schritte. Fußwärts“,  „Leben retten ist Schmuck genug“ oder „Im Dienst kann das weg! Aus Respekt.“ sind prägnant, die Aussage zusammen mit dem Bildmotiv klar. „Händehygiene ist nur effektiv ohne Schmuck“, erklärt Dr. René Fussen, Krankenhaushygieniker des Rheinland Klinikums. Dinge, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen grundsätzlich bekannt sind. Doch seit Beginn der Corona-Pandemie sei die Übertragung von Erregern per Tröpfchen-Infektion oder über Aerosole stärker in den Blickpunkt gerückt, die wichtige Händehygiene über dem Tragen von Masken etwas in den Hintergrund geraten. Dabei: „Die meiste Erreger-Übertragung erfolgt tatsächlich über die Hände des Personals.“ Desinfektion vor und nach dem Patientenkontakt sei größtenteils selbstverständlich, neben dem „wann“ sei aber auch das „wie“ entscheidend, nämlich ohne Ringe oder Nagellack. „Daran erinnern unsere Fotomodelle die Kolleginnen und Kollegen.“

Ausgedacht und umgesetzt hat die Aktion Anja Dongowski, Hygienefachkraft im Rheinland Klinikum. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Hygiene-Team hatten interessante Facts parat und verschenkten praktische Helfer, um die Ratschläge direkt umzusetzen, wie Klip-Uhren und Halsketten, um Ringe daran zu befestigen. Hierauf aufbauend soll die Hygiene-Kampagne im Elisabethkrankenhaus im kommenden Jahr fortgesetzt werden: Dann geht es mal um Arztkittel oder die Einführung eines Hygienetelefons, an das sich Patientinnen und Patienten mit ihren Anliegen wenden können.

© Rheinland Klinikum GmbH Geschäftsführung: Georg Schmidt (Sprecher), Alexander H. Lottis, Nicole Rohde